Die Kundgebung bot eine abwechslungsreiche Mischung aus politischen Impulsen und zivilgesellschaftlichen Perspektiven. Als Hauptredner sprach Cem Ince (MdB, Die Linke). Er betonte, dass Rassismus ein tief verankertes, strukturelles Problem sei, das sich in Institutionen, auf dem Arbeitsmarkt und im Alltag zeige. Gleichzeitig rief er zu entschlossenem, solidarischem Handeln gegen Diskriminierung sowie zu besseren Integrations- und Antidiskriminierungsmaßnahmen auf.
Weitere Redebeiträge kamen aus dem Bündnis Salzgitter für Demokratie und Toleranz, darunter von Vertreter*innen der IGM-Jugend sowie des Jugendparlaments. Die Jugendlichen schilderten alltägliche Beispiele von Rassismus – ob im Supermarkt oder auf dem Schulhof – und machten deutlich, wie sehr sie sich eine gerechtere Welt ohne Diskriminierung wünschen und dafür kämpfen werden.
Für die musikalische Untermalung sorgte die Sängerin Esin Savaş, begleitet von Eike Ernst. Mit traditionellen türkischen Instrumenten präsentierten sie Lieder über Respekt und Frieden – auf Deutsch und Türkisch – und sorgten damit für emotionale Momente und eine besondere Atmosphäre.
Rund um die Veranstaltung stellten verschiedene Organisationen und Parteien ihre Arbeit an Infoständen vor und boten Gespräche sowie Informationsmaterialien an. Das Bündnis Salzgitter für Demokratie und Toleranz verteilte zudem kostenlose Linsensuppe an die Teilnehmenden. Das gemeinsame Essen verlieh dem Tag ein starkes Bild gelebter Gemeinschaft: Jung und Alt, Menschen unterschiedlicher Herkunft und Hintergründe saßen zusammen und tauschten sich aus – für diesen Moment waren die vermeintlichen gesellschaftlichen Differenzen aufgehoben.
Auch für die Kinder war gesorgt: Die AWO und das Flöther-Frauen-Forum begeisterten Zuckerwatte und Popcorn. Dadurch entstand ein familienfreundliches Umfeld, das die Offenheit und Vielfalt des Tages unterstrich.
Die positive Resonanz der Teilnehmenden zeigte deutlich, wie groß das Bedürfnis ist, sich aktiv für Demokratie und ein respektvolles Miteinander einzusetzen. Die Organisator*innen betonten, dass das Engagement gegen Rassismus nicht auf diesen Aktionstag beschränkt bleiben darf, sondern eine dauerhafte Aufgabe für die gesamte Gesellschaft ist.