Tarifrunde Stahl 2026 Nordwestdeutsche Stahlindustrie: IG Metall Tarifkommission fordert 5 Prozent mehr Geld

Die Tarifkommission für die Tarifrunde der nordwestdeutschen Stahlindustrie hat heute ihre Forderungsempfehlung beschlossen: Die Tarifkommission fordert eine Erhöhung der Löhne, Gehälter um 5 Prozent für 12 Monate.

Zwei Stahlarbeiter bei der Arbeit.

3. November 2026 3. November 2026


Zudem sollen die Auszubildendenvergütungen auf das Niveau der Metall- und Elektroindustrie angehoben werden. Das wäre je nach Tarifgebiet und Ausbildungsjahr momentan eine Erhöhung um bis zu 150 Euro. Neben der Verlängerung der Tarifverträge „Einsatz von Werkverträgen“ und „Beschäftigungssicherung“ strebt die Tarifkommission auch eine mitgliederorientierte, soziale Komponente für untere Entgeltgruppen und Teilzeitbeschäftigte an. Der Tarifvertrag zur Altersteilzeit wurde bereits im Sommer mit den Arbeitgebern bis zum Jahr 2030 Uhr verlängert. Der Vorstand der IG Metall wird die endgültige Forderung am 09. November beschließen. 

„Die Beschäftigten haben in den vergangenen Jahren enorme Belastungen getragen. Sie erleben weiterhin hohe Preise für Energie, Mobilität und Lebensmittel. Gleichzeitig sorgen sie mit ihrem Einsatz und ihrer Flexibilität dafür, dass die Stahlunternehmen auch in schwierigen Zeiten handlungsfähig bleiben. Dafür erwarten sie zu Recht eine spürbare Entgelterhöhung. Zudem wollen wir die Stahlbranche für die Fachkräfte der Zukunft attraktiv halten. Dafür braucht es eine konkurrenzfähige Ausbildungsvergütung gegenüber zum Beispiel der Metall- und Elektroindustrie“, erklärt Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall NRW und Verhandlungsführer.

Die Tarifkommission sieht gute Gründe für die Forderung. Zwar befindet sich die Stahlindustrie weiterhin in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld. Gleichzeitig zeigen sich erste Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung. Die Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Konjunkturprognosen angehoben, die Auftragseingänge wichtiger Kundenbranchen steigen wieder an und auch in der Stahlindustrie entwickeln sich die Auftragseingänge positiv.

„Wer täglich unter anspruchsvollen Bedingungen Stahl produziert und die Transformation der Branche mitträgt, hat Anspruch auf eine faire Beteiligung an der wirtschaftlichen Erholung“, betont Giesler. 

Mit der Forderung von 5 Prozent will die IG Metall die Kaufkraft der Beschäftigten stärken und dafür sorgen, dass die anhaltend hohen Lebenshaltungskosten nicht zu Reallohnverlusten führen. Zugleich leistet eine Entgelterhöhung einen Beitrag zur Stabilisierung der Binnenkonjunktur und unterstützt die wirtschaftliche Erholung.

Giesler: „Unsere Forderung ist maßvoll, nachvollziehbar und gerecht. Die Beschäftigten erwarten ein Angebot, das ihrer Leistung und den gestiegenen Belastungen Rechnung trägt. Dafür gehen wir selbstbewusst in die Tarifrunde.“

Die Friedenspflicht endet in der Nacht vom 31.12.2026 auf den 01.01.2027 um Mitternacht. Die erste Verhandlung ist am 18.12.2026.

Tarifmeldungen Eisen und Stahl
Unter dem Motto „Stahl hat Zukunft – bei uns!“ demonstrieren in Berlin rund 1700 Beschäftigte aus über 40 Stahlbetrieben für eine starke und zukunftsfähige Stahlindustrie. Nach einem Demonstrationszug vom Brandenburger Tor versammeln sich die Teilnehmenden zu einer Kundgebung vor dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Aktionstag „Stahl hat Zukunft“: Beschäftigte fordern entschlossenes Handeln der Politik

Unter dem Motto „Stahl hat Zukunft – bei uns!“ sind rund 1.700 Beschäftigte aus über 40 Stahlbetrieben bundesweit dem Aufruf der IG Metall gefolgt und haben in Berlin für eine starke und zukunftsfähige Stahlindustrie demonstriert.

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Salzgitter sendet lautes Signal Industriejobs müssen gesichert und Sozialstaat verteidigt werden

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Beim Treffen des Arbeitskreises Nord (AK Nord) der IG Metall für die Stahlbranche in Georgsmarienhütte – bei dem auch Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies zugegen war – wurde eines unmissverständlich deutlich: Die deutsche Stahlindustrie steht an einem Scheideweg.

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Warnstreik Stahlindustrie

Tarifrunde Eisen und Stahl 2025 Stahl Nordwest: 1,75 Prozent mehr und Beschäftigungssicherung

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