Der Industriestandort Deutschland wäre massiv gefährdet, sollte Stahl künftig nur noch importiert werden. An der Stahlindustrie hängen viele Milliarden Euro Wertschöpfung, rund vier Millionen Arbeitsplätze und die politische Stabilität des Landes. Deshalb kämpft die IG Metall für die Stahlindustrie.
Die IG Metall schlägt Alarm: 12.000 Industriearbeitsplätze werden in Deutschland aktuell jeden Monat abgebaut. Sie sieht auch die Politik gefordert, endlich bessere Bedingungen für die Industrie zu schaffen – und so die Deindustrialisierung zu stoppen.
Beim Treffen des Arbeitskreises Nord (AK Nord) der IG Metall für die Stahlbranche in Georgsmarienhütte – bei dem auch Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies zugegen war – wurde eines unmissverständlich deutlich: Die deutsche Stahlindustrie steht an einem Scheideweg.
Verhandlungsergebnis in der nordwestdeutschen Stahlindustrie: 1,75 Prozent mehr Geld ab Januar 2026, 75 Euro mehr im Monat für Auszubildende. Laufzeit bis 31. Dezember 2026. Zudem wurden die Tarifverträge zur Beschäftigungssicherung, Übernahme der Azubis und zur Altersteilzeit verlängert.
Die rund 100 Mitglieder der IG Metall Tarifkommission für die nordwestdeutsche Stahlindustrie haben heute in einer Sitzung ihre Verärgerung über das Verhalten der Arbeitgeber in dieser Tarifrunde zum Ausdruck gebracht.
Unter dem Motto „Hoher Krankenstand im Betrieb? Aktives Gesundheitsmanagement statt krankheitsbedingter Kündigungen!“ traf sich der Arbeitskreis Arbeits- und Gesundheitsschutz der IG Metall zur diesjährigen Klausurtagung.
In der dritten Verhandlung der Tarifrunde für die nordwestdeutsche Stahlindustrie gingen beide Tarifpartner nach 5 Stunden ohne Ergebnis auseinander.
Nach 8 Stunden Verhandlung in der Tarifrunde der nordwestdeutschen Eisen- und Stahlindustrie wurde in der Nacht ein Verhandlungsergebnis erzielt. Demnach erhalten die Beschäftigten zum 1. Januar 2026 eine Entgelterhöhung von 1,75 Prozent.
Der aktuelle Sozialpartnerdialog zum Gesetzgebungsprozess zum Arbeitszeitgesetz ist ergebnislos geblieben. Es ist mit einem Gesetzentwurf zu rechnen, der den 8-Stunden-Tag angreift. Vor diesem Hintergrund laden wir zu einer Veranstaltung „Mit Macht für die 8“ ein.
Die IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt warnt mit Nachdruck vor einem folgenschweren industriepolitischen Ohnmacht in Deutschland.