„Lange Arbeitszeiten machen krank und gefährden die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie. Produktivität steigt nicht mit längeren Arbeitstagen. Der Acht-Stunden-Tag ist kein Auslaufmodell, sondern ein Schutzschild für Millionen Beschäftigte“, betont Agnieszka Zimowska, DGB-Geschäftsführerin in SüdOstNiedersachsen.
In einer gemeinsamen Podiumsdiskussion laden DGB und Dienstleistungsgewerkschaft ver.di am Montag, den 19. Januar 2026 um 18:00 Uhr in die Eventlocation Wilhelm5 im Gewerkschaftshaus Wilhelmstraße 5, 38100 Braunschweig zu einer konstruktiven Debatte ein.
Gemeinsam mit regionalen Abgeordneten des Bundestags, Dr. Christos Pantazis (SPD), Alexander Jordan (CDU) und Cem Ince (DIE LINKE) diskutieren Gewerkschafter*innen über Erfahrungen aus der Praxis und über mögliche Auswirkungen von Arbeitszeitaufweichungen. Arbeitssoziologin Prof. Dr. Nicole Mayer-Ahuja (Georg-August-Universität Göttingen) führt mit einer wissenschaftlichen Übersicht der gegenwertigen Debatte ins Thema ein. Durch den Abend führt Feridun Öztoprak.
Der Eintritt ist kosten- und barrierefrei. Um Anmeldung wird gebeten an braunschweig@dgb.de
Hintergrund:
Der Acht-Stunden-Tag ist eine der wichtigsten Errungenschaften der Arbeiterbewegung und seit Jahrzehnten ein zentraler Bestandteil des Arbeitszeitgesetzes. Aktuelle politische und wirtschaftliche Forderungen nach längeren täglichen Höchstarbeitszeiten oder einer stärkeren Flexibilisierung zulasten der Beschäftigten lehnt der DGB entschieden ab.
Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass überlange Arbeitstage das Risiko für psychische und körperliche Erkrankungen erhöhen und weder den Beschäftigten noch den Unternehmen langfristig nutzen . Studien des DGB und des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) belegen, dass drei Viertel der Beschäftigten den Acht-Stunden-Tag beibehalten wollen, da sie die Folgen verlängerter Arbeitszeiten fürchten (siehe DGB 2 und WSI).